Tapas, Teide, Teneriffa!!

Hallo zusammen!
Im aktuellen Blogpost soll es sich mal wieder rund ums Thema Reisen drehen! Um genauer zu sein geht es heute um die Kanareninsel Teneriffa, auf der wir Ende September 11 Tage verbracht haben und von der es fast unendlich viel zu berichten gibt. Also keine Zeit verschwenden, hier kommt alles Wissenswerte zur Unterkunft, Ortschaften und natürlich unseren Hotspots was Landschaft und Kulinarik angeht!IMG_3453

Nach sehr turbulenten Urlaubsplanungen (im Rennen waren u.a. Miami, Bali und Madeira) entschieden wir uns im Frühjahr 2017 für Teneriffa. Ganz ehrlich, viel erwartet hatte ich anfangs nicht, die Kanaren waren für ich immer mit dem Stempel „Rentnerinseln“ behaftet… dass ich damit aber ganz weit daneben lag werdet ihr im Verlauf dieses Blogposts schnell merken.

  • Unsere Unterkunft 

Dieses Jahr entschieden wir uns für eine ungewöhnliche (und mir bis dato unbekannte) Kombi: Unsere Unterkunft war eine Appartement-Anlage in Puerto de la Cruz, also voll ausgestattet mit Küche und Co, Halbpension hatten wir aber im nahe gelegenen RIU-Hote gebucht. Die Anlage heißt „Ambassador Appartements“, eine wirklich sehr schöne, gepflegte Anlage mit 44 kleinen Wohnungen auf 2 Etagen, Pool, einer Gartenlandschaft und großer Sonnenterasse.

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Rezeption „Ambassador“

Erst kürzlich wurde alles frisch renoviert und unser Appartement hat mich vom Stil her wirklich begeistert. Wohn-und Schlafzimmer waren sehr geräumig und elegant eingerichtet, mit viel hellen Möbeln und kleinen Deko-Details. Unsere Terasse lag zwar zur (kaum befahrenen) Seitenstraße hin, war aber durch hohe Pflanzen und Blumen gut geschützt. Auch die Küche war komplett ausgestattet und hier hätten locker 4 Personen Utensilien zum Essen gehabt. Auch das Personal war wirklich unglaublich aufmerksam und zuvorkommend. Alle sprachen sehr gut deutsch, obwohl wir natürlich auch versucht haben mit unseren grandiosen Spanischkentnissen zu glänzen (was dann ab und an zu diversen Lachern geführt hat).

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Innenhof der Appartement-Anlage

Informiert haben wir uns übrigens erst im Reisebüro, anschließend aber selber übers Internet gebucht, da die Preisdifferenz über 200 p.P. Euro betrug.

  • Unsere Ankunft und Transfer

Wir sind von Frankfurt aus (leider) mit Ryanair geflogen und am Flughafen Teneriffa Süd gelandet, die Flugzeit insgesamt betrug ca. 4,5h, dabei ist aber 1 Stunde Zeitverschiebung eingerechnet. Ryanair ist natürlich nicht die komfortabelste Airline und ich fühle mich an Board auch nie so wirklich wohl, aber Hin-sowie Rückflug waren objektiv betrachtet wirklich ok. Vom Flughafen aus wurden wir per Bus in ca. 1,5h zu unserer Anlage gebracht. Die ersten 40 Minuten war ich leider absolut nicht angetan von dem, was ich aus dem Busfenster aus gesehen habe. Alles karge, graue Landschaften, riesige Hotelanlagen im Nirgendwo und sonst nichts. Je näher es aber Richtung Norden und Gebirge ging wurde alles grüner, bunter und viel viel freundlicher und lebhafter. Und meine grimmige Miene wurde deutlich freundlicher! Gegen Mittag ging es dann bereits vor offizieller Check-in-Zeit ins Appartement und dann los den Ort erkunden! Das Klima ist hier übrigens ganzjährig angenehm, zu unserer Zeit Ende September bis Anfang Oktober herrschten jeden Tag ca. 25-28 Grad.

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Den Teide immer in Sichtweite
  • Unser Ort

Wie bereits erwähnt entschieden wir uns für den nördlich gelegen Hafenort Puerto de la Cruz. Für uns der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge und Co. Tendenziell gilt der Norden als sehr viel grüner und bunter, während der Süden karger und trockener (aber auch heißer) ist.  Insgesamt hatten wir von den 11 Tagen vor Ort aber nur an ca. 2 Tage mit bewölktem Himmel zu tun, also kaum der Rede wert. Puerto selbst ist ein lebhaftes Städtchen mit viel Promenade, Hotels, Shops und Restaurants direkt am Meer.  Besonders beeindruckend ist hier das Lavagestein und der wilde Wellengang, ich konnte ewig an der Promenade stehen und das Schauspiel beobachten.

Unsere Unterkunft lag ca. 10 Minuten vom Ortskern entfernt, sodass wir trotzdem ruhige Nächte hatten. Hier muss man aber erwähnen, dass der Stadtkern selbst zwar direkt am Meer liegt, drumherum aber alles Hanglage hat und es dementsprechend manchmal ganz schön anstrengend werden konnte den Heimweg anzutreten. Dafür hat man aber ebenso grandiose Aussichtspunkte.

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Aussichtspunkt bei Puerto de la Cruz

Der Teide liegt ca. 1h mit dem Auto entfernt und immer in Sichtweite, das höher gelegene Orotavatal nur ca. 15 Minuten, die Hauptstadt Santa Cruz ca. 30 Minuten und auch das Anagagebirge ist in ca. 40 Minuten erreicht. Ihr seht, wer Aktivurlaub plant ist hier genau an der richtigen Ecke, reine Strandurlauber werde aber wohl eher im Süden auf ihre Kosten kommen.

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Straßen in Puerto de la Cruz
  • 3,2,1….Action

Unsere Tage begannen meist relativ früh, gegen 08:15 saßen wir meist bereits am Frühstückstisch. Das RIU Hotel bot da wirklich ein umfangreiches Angebot, von Eierspeisen jeglicher Art, viele Brot-und Brötchensorten, Aufschnitt, Müsli, diverse frisch gepresste Säfte, süßes Gebäck… mir hatte es das frische, luftige Ciabatta sowie der Käse angetan…. unsere Tage waren meist sehr aktiv also warum nicht ordentlich zulangen? (Würde ich aber auch jedem „Erholungsurlauber“ empfehlen!

Am ersten richtigen Urlaubstag holten wir morgens unseren Mietwagen in der Stadt ab, den wir zuvor bereits online zu Hause gebucht hatten (10 Tage Mietwagen 70 Euro!) Unser „Einstiegsausflug“ führte uns über „La Laguna“ ins Anagagebirge, eine unfassbare Gebirgskette, mit vielfältigen Wanderwegen. Naiv wie wir waren entschieden wir uns für eine 3,5h Wanderung, die gemütlich im schattigen Wald begann, aber schnell ins ungeschützte Tal hinab (und später wieder hinauf) führte. Bei praller Mittagshitze gar nicht mal so ein Zuckerschlecken aber die Aussicht ins tiefe Tal und der Hauptstadt Santa Cruz, vorbei an Kakteen und anderen sonderbaren Pflanzen, war alles Wert.

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Teile des Anagagebirges
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Wanderstrecke ins Tal

Nach diesen 3,5h hieß es erstmal durchatmen, abkühlen und den Rest des Tages ein bisschen mehr entspannen.  Das Anagagebirge kann ich jedem Teneriffa-Urlauber nur ans Herz legen, selbst wenn ihr dort nicht wandern möchtet, allein die Fahrt und der ein oder andere Halt an den vielen Aussichtspunkten ist wahnsinnig schön. Die Wanderungen variieren natürlich stark, von kurzen Runden bis zu umfangreichen 7h-Touren, ein Wanderführer ist aber auf jeden Fall ratsam.

Ein weiterer toller Ausgangspunkt für Wanderungen ist La Orotava, der nächst höher gelegene Ort über Puerto. Tolle Aussichtspunkte, eine süße Altstadt und tolle Wandermöglichkeiten im Orotavatal.

Allgemein hat uns Teneriffa mit seiner vielfältigen Natur begeistert. Fernab von übervölkerten Touristenstränden findet man hier naturbelassene, teils schwarze Strände mit teilweise sehr starkem Wellengang und Felsklippen. Meist findet ihr an diesen Stränden ein oder zwei kleine Restaurants, die meiner Meinung nach das beste und authentischste Essen überhaupt anbieten. Eine Spezialität Teneriffas ist gegrillter (Ziegen)Käse mit verschiedenen Mojo-Saucen (eine Art Knoblauch-Kräuter-Salsa) sowie die kleinen runzeligen Salzkartoffeln. So ein einfaches Essen aber zum reinlegen gut.

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Grillkäse, Mojo und Salzkartoffeln
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Playa el Benijo

Unser Favorit der Strände war definitiv der Playa de Benijo, ca. 1,5h von Puerto de la Cruz entfernt und nur durch das Anagagebirge zu erreichen. Aber auch 30 Minuten abseits des Stadtkerns von Puerto reihen sich 3 Buchten aneinander, die uns sehr gefallen haben.

Ein weiteres Highlight haben wir in Los Christianos erlebt. Mir war zu Beginn schon klar, dass ich Wale und Delfine beobachten wollte, eigentlich per Boot auf dem offenen Meer. Per Zufall fand Tobi jedoch „Xplore Tenerife“ über Facebook, ein kleiner Veranstalter, der ebenso das Beobachten von Delfinen anbietet, das Ganze jedoch per Kajak. Für 40 Euro p.P. bekamen wir eine kurze Einweisung und waren mit 2 Guides ca. 3h auf dem Wasser. Man paddelt im 2er Kajak zu einer nah gelegenen Fischfarm, an der die Tiere in Gruppen jagen. Ich würde es jedem empfehlen, man stresst die Tiere nicht nur viel weniger sondern hat auch selber noch etwas Aktives getan.  Los Christianos und das nah gelegene Playa de las Americas sind allerdings wahre Touristenhochburgen, weshalb wir uns dort nicht allzu lange aufgehalten haben.

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Erste Kajak-Erfahrungen in los Christianos

Wo wir gerade beim Wassersport sind, auch am Surfen haben wir uns probiert. Über einen Anbieter in Puerto de la Cruz haben wir einen Vormittag Kurs gebucht, für ebenfalls 40 Euro p.P. wurde man früh morgens an der Unterkunft abgeholt, bekam Neoprenanzug, Schuhe und Board gestellt und wurde dann nach Einweisung ins Wasser geschickt. Wir waren eine Gruppe von 6 Leuten und waren so immer unter Beobachtung von unserem Guide. Nach dem Vormittag war ich definitiv um eine Surferfahrung, mehrere blaue Flecken und diversen Unter-Wasser-Nahtoderfahrungen reicher.

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Surfkurs in Puerto de la Cruz
  • Was man sich sparen kann

Es gab 2 Dinge, von denen Tobi und Ich nicht ganz so begeistert waren wie erwartet: An einem Nachmittag wollten wir uns die Felsformation „Los Gigantes“ angucken, riesige Klippen am Meer gelegen. Die Stadt dort war allerdings alles andere als einladend, der kleine Sporthafen war so angelegt, dass er einem die Sicht nahm, die Lokale waren absolut nicht einladend und der kleine Strandabschnitt an den Klippen gelegen war nicht annähernd das, was die Bilder versprachen. Unserer Meinung nach absolut nicht notwendig dort einzukehren.

Der zweite Ort, der unsere Erwartungen nicht wirklich erfüllt hat war die Hauptstadt der Insel Santa Cruz. Im Hafen liegen riesige Bohrinseln und Ölplattformen, die dort gewartet werden, der als idyllisch geltende, weiße Sandstrand „Playa de las Teresitas“ bietet keinen Blick aufs offene Meer sondern auf Öltanker und Plattformen. Unseren Tag dort haben wir in der großen Markthalle (an sich sehr zu empfehlen) und mit etwas Shopping verbracht.

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Marktstand in Santa Cruz
  • Kulinarische Highlights in Puerto de la Cruz

Da wir oft abends keine Lust auf Gedränge und Menschenmengen am Buffet hatten entschieden wir uns einige Male auswärts essen zu gehen. Unser Lieblingslokale möchte ich euch zum Schluß noch kurz vorstellen:

1. Bar el Camino

Das El Camino war der absolute Glücksgriff für uns: Es gibt keine Karte, serviert werden hier „Tapas mixta“, also gemischte Tapasplatten. Zweimal waren wir dort essen und es gab hervorragende und authentische Tapas. Dazu hausgemachter und vor den Augen gemixter Sangria, Baraquito, eine Kaffeespezialität mit süßer Kondensmilch, Espresso und Licör 43 und frisches Brot mit Dip. Für 2 Personen (1 große Platte, 1 l Sangria, Brot mit Dip sowie Baraquito) kommt ihr hier mit 30 Euro davon. Absolut unschlagbar und unser Favorit!

2. Cafeteria Selma & Lovisa

Bei Selma und Lovisa (einem schwedischen Mutter-Tochter-Gespann) kann man hervorragend frühstücken, Mittagessen (die Quiche!!!) sowie Kaffee und Kuchen genießen. Alles ist hier hausgemacht, von den frischen Brötchen, dem Granola, der Quiche oder dem grandiosen Kuchen. Es gibt 4 verschiedene Frühstücksangebote für je 4,50 inklusive Kaffee oder Tee, darunter z.B. Joghurt mit Zimtgranola und Obst oder klassischen Porridge mit Banane.

3. Bäckerei Granier

Das beste Gebäck und sehr leckeren Café con leche (für günstige 1,30 Euro) gibt es bei Granier im Herzen von Puerto de la Cruz. Ein unglaubliches Angebot von süßen und herzhaften Backwaren, perfekter Kaffee und netter Service. Preis-Leistung auch hier unschlagbar.

4. Tito’s Bodeguita

Zu guter Letzt kann ich euch das Tito’s ans Herz legen. Von außen recht unscheinbar an einem Verkehrskreisel gelegen eröffnet sich innen ein unglaublich schöner Hof mit Brunnen (inklusive Hausschildkröte) , Pflanzen und sehr leckeren Tapas und Hauptgerichten. Die Preise sind hier definitiv höher als in den anderen Restaurants (für 2 Personen, Sangria, Gin Tonic und Hauptspeisen 60 Euro) die wir besucht haben, aber der Abend dort war es Wert.

So, wer bis hierhin gelesen hat: schonmal vorweg ein großes Dankeschön! Dass wir Teneriffa als perfektes Reiseziel empfunden haben muss ich wohl nicht noch extra betonen. Und falls ihr euch an dieser Stelle noch fragt, waren die nicht auch auf dem Teide? Waren wir, dazu aber in einem separaten Blogpost mehr!IMG_2840

Wenn ihr noch Fragen zu Teneriffa oder unseren persönlichen Highlights und Tipps habt freue ich mich immer wenn ihr mich kontaktiert!

Nochmals Danke fürs Lesen und bis bald! Hasta luego!

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Bananenplantagen in Puerto de la Cruz

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