Salatbaukasten Take two: Winter edition

Hallo zusammen!

Viel zu lange ist es wieder her, aber nichtsdestotrotz möchte ich den heutigen Blogpost nutzen um euch endlich einige meiner treuesten Begleiter auf dem winterlichen Speiseplan vorzustellen.

Während ich zu Beginn der kalten Jahreszeit erstmal gefühlt dauerhaft auf Eintöpfe, Aufläufe und viele deftige Sachen umgestiegen bin, schafft es mittlerweile auch wieder Salat auf den Teller. Ich finde es gibt einfach kaum eine Mahlzeit, die man vielseitiger gestalten oder auch vorbereiten kann als eine bunte, große Schüssel Salat mit allem Zipp und Zapp. Dass wir hier nicht von ein paar Blättern Eisbergsalat mit Tomaten und Gurken reden sollte an dieser Stelle hoffentlich schon klar sein.

Damit wir aber die Vorzüge von frischem, leichten Salat und Gemüse mit dem Verlangen nach Deftigem kombinieren können braucht es gar keinen großen Aufwand, hier also meine liebsten Winterkombis:

  • Grünkohl

Bewusst habe ich Grünkohl bis vor ein paar Monaten noch nie gegessen. Weder eingekocht mit Würstchen, geschweige denn roh als Salat. Doch dann tauchten immer mehr bunt arrangierte Bilder auf Instagram auf, „baby kale salad“ war auf einmal in aller Munde und natürlich war ich angefixt. Gesagt, getan, ab zu Rewe, und küchenfertigen Grünkohl gekauft. Vorweg, ich habe Grünkohl schon abgepackt gekauft, sowie frisch am Stiel aus dem Bioladen, beides eignet sich prima, wobei abgepacktes Gemüse ja nicht den besten Ruf hat. Ihr habt nun also euer riesiges Paket Kohl oder frischen am Stiel, was nun?

Grünkohl ist roh bereits verzehrfertig, aber nicht unbedingt der Knüller. Der Trick ist die Blätter mit Öl oder eurer Dressing-Mischung zu „massieren“. Klingt komisch, hat aber einen großen Effekt. Das Gemüse wird weicher und einen Tick süßer, zudem arbeitet ihr so den Geschmack des Dressings schön ein. Ich nehme sehr gerne Kürbiskernöl, knete den Kohl ordentlich durch und gebe dann Fruchtessig dazu, frischer Zitronensaft passt aber auch hervorragend. snapseed44

Eines meiner Lieblings-Dressings für Grünkohl ist übrigens Tahin-Dressing: Dafür einfach ca. 10g weißes Tahin (Sesammus, gibts im Bioladen, DM, Edeka und co), mit dem Saft einer halben Zitrone, einem Schuss Honig od. Agavendicksaft und optional etwas Fruchtgelee (ich nehme meist Mango oder Passionsfrucht) und einem Schuss warmen Wasser vermengen.

Ich finde einen Salat auf Grünkohlbasis einfach schon mal viel spannender, als den ewigen Eisbergsalat. Ich ziehe ohnehin kräftige Sorten wie Rucola, Feldsalat, Radicchio oder eben Kohl vor. Wusstest ihr, dass Grünkohl zudem knapp 5g Protein und in etwa gleich viele Ballaststoffe auf 100g liefert? Dazu gesellen sich Antioxidantien und Vitamine, wie Vitamin C,E und K. Ich würde sagen, es spricht also alles für das krause Kohlgemüse!snapseed45

  • Wurzelgemüse

Das ganze Jahr über esse ich gerne Ofengemüse, Fenchel, Broccoli oder Blumenkohl in Sesammus, Knoblauch, Zitronensaft und Agavendicksaft mariniert und dann im Ofen gebacken sind der Knüller. Seit einigen Wochen haben sich aber ganz andere Gemüsesorten dazugesellt, nämlich viel heimisches Wurzelgemüse: Pastinake, frische rote und gelbe Beete, Karotten, Schwarz-oder Petersilienwurzel. Diese Gemüsesorten mögen zwar von den Kalorien oder Kohlenhydraten etwas über Broccoli und Co. liegen aber dadurch sättigen sie auch deutlich besser. Im Ofen gebacken entwickeln sie eine tolle Süße und richtig mariniert werden sie perfekt knusprig. Ich nehme dazu ca. 10-20ml geschmolzenes Kokosöl und Gewürze nach Wahl, immer gerne Rauchpaprika, Salz, Pfeffer oder Rosmarin. Mit guten Gewürzmischungen wie „italienisch“ könnt ihr meiner Meinung nach auch nichts verkehrt machen. Das Ganze wennmöglich eine gute Stunde oder gerne länger marinieren lassen und im Ofen bis zum gewünschten Grad rösten lassen.img_8706

Abends warm oder am nächsten Tag kalt in der Lunchbox, das Gemüse hat sich hier definitiv den Platz gesichert und wird mehrmals wöchentlich zubereitet.

  • Balsamico-Pilze

Ein weiteres, neues aber schnell heißbeliebtes Salattopping sind Pilze in Balsamicoreduktion. Dazu einfach Pilze eurer Wahl (ich nehme total gerne Kräuterseitlinge oder Champignons) in Scheiben oder Stücke schneiden und in etwas Butter oder Kokosöl anbraten. Wenn sich die Pilze deutlich verkleinert haben gebt ihr einen guten Schuss dunklen Balsamicoessig hinzu und idealerweise noch einen Schuss Fruchtessig (ich nehme Blaubeeressig, ist aber nur optional). Wenn das Ganze einmal aufgekocht ist, dreht die Hitze runter und lasst die Flüssigkeit einkochen. Gebt etwas Honig oder Agavendicksaft drüber und voila. Wer etwas experimentierfreudiger ist: gebt zu dem Kokosöl und den Pilzen etwas Zimt bevor ihr den Essig hinzugebt. Klingt komisch macht sich aber als Topping auf eurem Salat richtig gut!img_7617

  • Hülsenfrüchte

Lange nicht beachtet und jetzt ganz Hoch im Kurs: Hülsenfrüchte! Neben einem hohem Proteingehalt punkten Kichererbsen, Kidneybohnen, Edamame, Linsen und Co. mit wertvollen Ballaststoffen, sie liefern euch somit nicht nur wertvolle Inhaltsstoffe sondern auch ein gutes Sättigungsgefühl. Fertig aus der Dose oder etwas aufwendiger mit einlegen und aufkochen, die Art und Weise der Zubereitung ist euch überlassen. Gerne gebe ich einfach ein paar Kichererbsen oder Linsen unter meinen Salat, wenn es etwas aufwendiger sein darf weiche ich z.B. schwarze Bohnen über Nacht ein, koche sie am nächsten Tag nach Packungsanleitung auf und lege sie anschließend in Knoblauch, frischem Zitronensaft, etwas gutem Öl und Kräutern ein bevor sie zum Salat wandern. Schaut euch einfach mal im Super- oder Biomarkt eures Vertrauens um, die Vielzahl bunter, kleiner oder großen Bohnen ist wirklich einen Blick wert.

 

  • Keine Angst vor Kohlenhydraten

Mein größter Tipp um Salat weiterhin auf dem Speiseplan zu haben aber eben auch gesättigt und zufrieden danach zu sein sind Kohlenhydrate! Egal in welcher Form, ob eine Scheibe gutes Brot vom Bäcker eures Vertrauens, (Vollkorn)pasta, (Vollkorn)Reis, Quinoa, Couscous, Buchweizen, Kartoffelgnocchi…. ich probiere mich durch das komplette Sortiment. Wie gut schmeckt die Kombi aus nussigem Feldsalat, leicht herbem Buchweizen, Feta und süßer roter Beete und Pastinake aus dem Ofen?! Wirklich ein Gedicht! Oder eine dicke, fluffige Scheibe Brot mit kräftigem Käse! Mein absoluter Renner ist aktuell z.B. Kamutbrot! Variiert mit Getreide, dann wird es auch bestimmt nicht langweilig! Mittlerweile höre ich auf meinen Körper und wenn er in den kalten Jahreszeiten etwas energiereichere Nahrungsmittel haben möchte, dann wird das seinen Grund haben. Und wir reden hier ja von normalen Portionen und nicht einem 500g Laib Brot pro Person (obwohl ich die wahrscheinlich locker bewältigt bekommen würde).snapseed 2

Eines meiner Lieblingsrezepte für fluffige, herbstliche Kürbisbrötchen findet ihr bereits in diesem Beitrag!

 

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Blogpost ein paar Einblicke in meine Winterküche geben und vielleicht auch den ein oder anderen Tipp für die nächste Runde bunten Salat verraten. Ich freue mich über eure liebsten Tipps, Küchentricks und Anregungen!

Bis zum nächsten Mal!

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