Welkom in Nederland

Hallo zusammen!

Long time no see: still war es hier in letzter Zeit, dabei gibt es eigentlich viel zu berichten! Ich bin euch ja z.B. immer noch einen Post über Südafrika schuldig! Da es aktuell ja aber mit dem Reisen ohnehin etwas schwieriger zu gestalten ist dachte ich, wir starten hier brandheiß mit einem kleinen Reisebericht zu den Niederlanden, die wir die letzten Tage besucht haben.

Wir haben lange überlegt ob und wohin es dieses Jahr für uns weggehen soll. Nach 2 Stornierungen, vielem Hin und Her und Diskussionen waren wir uns zumindest einig, dass wir nahegelegene Reiseziele wählen werden, die wir mit dem Auto erreichen können. Und da der letzte Amsterdam-Besuch 7 Jahre zurücklag hieß das Ziel schnell Niederlande. Wenn ihr also spontan noch Tips für einen Spätsommer-Trip benötigt: bitte weiterlesen!

Die Unterkunft

Da wir von Bonn mit dem Auto angereist sind (2,5-3h Anfahrt) waren wir dementsprechend sehr mobil und entschieden uns für Den Haag als Ausgangspunkt. In knapp 15 Minuten ist man von dort aus in Rotterdam, in ca. 45-50min in Amsterdam. Unser Hotel, „the collector“ lag mitten im Herzen der Innenstadt, allerdings sehr idyllisch und ruhig in einem Hof gelegen. Für 4 Übernachtungen, ohne Frühstück, haben wir hier knapp 320 Euro bezahlt. Die Zimmer waren sehr modern und trotzdem klassisch gestaltet, zudem hatten wir Glück mit einem sehr schönen Blick in den Innenhof. Und ganz wichtig: das Badezimmer war mit einer richtigen Tür vom Rest des Zimmers abgetrennt. Ich verstehe bis heute nicht warum Hotels nur Schiebewände oder Glastüren einbauen… wer will denn sowas? Zudem war das Personal durchweg sehr hilfsbereit und immer präsent. Und noch ein wichtiger Punkt zur Lage: natürlich seid ihr innerhalb weniger Minuten an zahlreichen Cafés, Restaurants und Co, allerdings liegen direkt am Hotel ebenfalls die „Foodhallen“, dazu aber später mehr.

In diesem Sinne: eine klare Weiterempfehlung für „the collector“.

Die Stadt

Den Haag ist Parlaments-und Regierungssitz der Niederlande, dementsprechend findet ihr in der gesamten Stadt sehr eindrucksvolle historische Gebäude, hier vor allem der Friedenspalast, der Palais Noordende wie auch der Binnenhof zu nennen. Man kann alles fußläufig sehr gut erkunden, mit den Öffentlichen sind wir nicht gefahren, das Streckennetz wirkte aber sehr gut ausgebaut, und so könnt ihr z.B. eine Bahnlinie direkt nach Scheveningen nehmen und den Strand besuchen. Die Innenstadt bietet shoppingmäßig alles was das Herz begehrt, bekannte große Marken, kleinere Boutiquen und Concept Stores, kulinarische Feinkostläden. An einem regnerischen Tag bekommt man sich also sehr gut beschäftigt.

Kulinarisches

Bei Holland kann man ja schnell an Frikandel, Pommes, Fleischkroketten aus dem Automaten und labbriges Brot denken. Dass man diese Dinge zweifelsfrei dort bekommt muss ich nicht extra betonen aber gerade Amsterdam und auch Den Haag haben so viel mehr zu bieten. Poké Bowl Bars, Juice labs, vegane Bistros, teure high end Küche, authentische indonesische Lokale … von sehr gutem Frühstück bis hin zu gemütlichen Dinner war bei uns alles dabei:

  • Frühstück, Wein und Dinner im Bartine

In Den Haag war unser Lieblingsspot das Bartine. Primär ein Café, welches an 4 Abenden der Woche aber ebenfalls als Weinbar öffnet. Eine relativ kleine Karte aber alle Gerichte von höchster Qualität, zubereitet mit Bio-Produkten und immer mit dem gewissen Extra. Von Turkish eggs mit Labneh und Sauerteig-Pita über hausgemachte, gefüllte Mandelcroissants bis hin zu Avocado, pochiertes Ei und Pesto auf perfektem Sauerteigbrot.

Abends gab es eine ebenfalls kleine Auswahl an Bioweinen und Longdrinks, dazu tapasähnliche Gerichte wie z.B. Artischocke im Ganzen, hausgemachtes warmes Baguette, Käsespezialitäten, gebackene Aubergine mit Tahin und Chili und und und. Tolles Konzept, innovative Geschmackskombis, die man so noch nicht kannte und sehr herzliches Personal.

  • House of tribes

Im house of tribes gab es den meiner Meinung nach besten Kaffee, den wir probiert haben. Auch das Frühstück hat uns sehr gut geschmeckt, es gab vegane Pancakes mit whipped coconut cream und Avocado auf Sauerteig mit Mango. Leider war beim Besuch nur ein Mitarbeiter vor Ort, der teilweise Bestellungen vergessen hat und so alles sehr lange gedauert hat. Für einen Cappuccino to go aber eine absolute Empfehlung.

  • La bruschetta & Co.

Für grandiose, authentische Pizza im neapolitanischen Stil kann ich das oben genannte Restaurant empfehlen. Die Preise liegen, wie in ganz Den Haag, etwas höher als in Deutschland aber es lohnt sich. Allein das Brot mit Olivenöl, welches man vorweg serviert bekommt, ist der Wahnsinn. Ich entschied mich am letzten Abend für den ultimativen Knüller und nahm die Special Trüffelpizza. Knapp 20 Euro hat sie mich gekostet aber ich hatte selten eine so leckere Pizza. Viel Trüffel (bereits gebacken auf der Pizza und anschließend noch frisch drauf gehobelt), frische Champignons, Rucola und gefühlt 1/2kg Parmesan. Auch hier war das Personal durchweg herzlich und hilfsbereit.

  • La Mian

Für asiatische Küche kann ich euch das la Mian sehr ans Herz legen. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf Nudelsuppen sowie „dry noodles“. Letztere gab es leider nicht in der vegetarischen/veganen Variante, deshalb entschieden wir uns für eine Bowl mit Reis, Gemüse und Tofu sowie kleineren Gerichten wie grilled veggies, gefüllten Frühlingszwiebelpancakes und gedämpften, fluffigigen Hefebrötchen (Baos). Ebenfalls zu empfehlen sind hier die Cocktails und Longdrinks.

  • De Foodhallen

Wie bereits erwähnt lag unser Hotel direkt neben den Foodhallen, die es ebenfalls in Rotterdam und Amsterdam gibt. 12 verschiedene (Street)Food-Stände bieten hier eine Vielfalt von mexikanischen Maistortillas, Seafood, Dim Sums, Pizza, Pasta aus dem Parmesan-Laib, Falafel und Co an. Wir waren 2 mal etwas snacken und fanden alles durchweg lecker. Die Bestellung kommt schnell, innen sowie außen sitzt man recht gemütlich und kann sich einmal quer durchs Sortiment probieren.

Ausflugsziele in der Nähe

  • Amsterdam

Am ersten Tag fuhren wir nicht direkt Den Haag an, sondern nach Amsterdam durch und verbrachten dort den ersten Tag. Als Tip, um die unverschämten Parkkosten zu sparen, kann ich euch „Ijdock parking“ empfehlen. Wenn ihr online vorher reserviert zahlt ihr nur 10 Euro für den gesamten Tag und nicht 6 Euro die Stunde. Man ist fußläufig sehr schnell in der Innenstadt oder aber am HBF, wenn es in ein anderes Stadtviertel gehen soll.

Mein absoluter Frühstückstip ist hier übrigens das Greenwoods im Stadteil Singel. Man kann direkt am Kanal sitzen und zwischen üppigen Breakfast Platten in veggie, vegan oder mit viel Fleisch bishin zu Scones oder Avocado-Halloumi-Broten wählen. Probiert hier auf jeden Fall das hausgemachte Sodabrot!

Das Vegabond ist ein Hybrid aus veganem Bistro und kleinem Supermarkt mit wahnsinnig leckeren Gerichten (ihr könnt euch eine Box aus vielen einzelnen Salaten, veganen Burgern, marinierten & gebackenen Karotten und Co) aussuchen aber leider auch sehr teuer!

Das Mittagessen im D&A Hummus Bistro, kurz vor unserem Besuch im Anne Frank Haus, hat uns beide absolut begeistert. Von Bonn über Köln, Berlin und diversen ausländischen Städten: wir haben überall schon Hummus gegessen aber dieser hier war mit Abstand der beste. Getoppt mit gebratenem Knoblauch-Blumenkohl, zweierlei hausgebackenem Pita und viel eingelegtem Gemüse und Dips war das eine absolute Offenbarung.

  • Noordwijk an Zee

Ca. 35min Autofahrt trennen Den Haag und den Strand von Noordwijk. Ich hatte den Ort wegen einer Menge an gut bewerteten Strandbars ausgesucht, darunter auch die bekannte Tulum Beach Bar. An dieser Stelle empfehle ich euch ebenfalls vorher online zu reservieren, wir hatten dies getan, unser Strandspaziergang dauerte allerdings länger als geplant und spontan war im Anschluss kein Platz mehr zu bekommen. Wir setzten uns dann in die daneben liegende Witsand bar und waren dort ebenfalls sehr zufrieden. Die Strände selbst waren allgemein gut besucht aber nicht überlaufen. Einen Besuch definitiv wert, für mich aber kein Vergleich zu den Sandstränden im Süden.

  • Leiden & Katwijk an Zee

Am vorletzten Tag haben wir uns Räder geliehen und entschieden uns für die Stadt Leiden als erstes Ziel. Knapp 20km braucht man von Den Haag und fährt dabei durch wirklich wunderschöne, ruhige Straßen, mit prachtvollen Häusern und viel Grün. Leiden selber erschien mir wie klein Amsterdam. Viel Leben an den Kanälen, große, eindrucksvolle Kirchengebäude und viele, kleinere Shops. Wir blieben für einen Kaffee und kleinen Lunch und entschieden uns dann für den Rückweg einen Umweg Richtung Meer in Kauf zu nehmen. Wir kamen in Katwijk an Zee raus, haben uns ein paar Minuten an den Strand gesetzt und nahmen dann die letzten Kilometer in Angriff (nochmal ca 15 bis Den Haag). Die ging es dann absolut idyllisch aber bei höllischem Gegenwind durch Dünenlandschaft zurück. Insgesamt waren wir an dem Tag dann 50km unterwegs und konnten so wirklich viel sehen.

  • Scheveningen

Natürlich haben wir auch Scheveningen, welches 1h fußläufig vom Zentrum Den Haags und 20min mit dem Rad entfernt liegt, besucht. Leider hat uns beiden der Ort weniger gefallen, genauer gesagt der Strandabschnitt. Schnell ein Foto vom berühmten Riesenrad gemacht aber dann hatten wir von der überlaufenen und sehr touristischen Promenade auch genug und sind wieder gefahren. 

Zusammenfassend kann ich euch einen Trip in die Niederlande definitiv empfehlen. Nicht allzu weit weg, viele gut zu erreichende Städte und ein großes Angebot an Kultur, Kunst und Co. Die 5 Tage haben natürlich nicht den geplanten Urlaub im Süden 1:1 ersetzt aber das Urlaubsfeeling ist auf jeden Fall aufgekommen.

An dieser Stelle vielen Dank fürs Lesen. Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr mich sehr gerne kontaktieren! Auf meinem Instagram-Account (Jule_Stz) findet ihr übrigens noch meine Holland-Highlights im Videoformat.

Bis zum nächsten Blogpost!

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